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MEDIATION
31. März 2015 - Tag der Mediation mit Ausstellungseröffnung Wanderausstellung Mediation
Auftaktveranstaltung zum Monat der Mediation an der IHK Chemnitz

Streitschlichtung im Mittelstand. Kooperation statt Konfrontation.

Konflikte statt vor Gericht eigenverantwortlich und respektvoll klären.

Ulli EngelmannWer schon einmal vor Gericht sein Recht einklagte, musste erfahren, dass er nicht immer Recht bekam, obwohl er sich dessen sicher war. Gerichtsprozesse halten Unternehmer regelmäßig vom eigentlichen unternehmerischen Kerngeschäft unnötig ab. Sie kosten Zeit und Geld, zerstören Partnerschaften, werden in der öffentlichkeit diskutiert und binden schöpferischen Unternehmergeist. Aber vor allem bleibt ein Gefühl, dass nicht gerecht geurteilt wurde, weil die eigentlichen Interessen, die zum Streit führten und die Sicht darauf, wie er beendet werden könnte, nicht wirklich geklärt wurden. Was kann da Wirtschaftsmediation leisten?

Im Mediationsgesetz wird Mediation als vertrauliches und strukturiertes Verfahren definiert, bei dem Parteien mithilfe eines Mediators freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konfliktes anstreben. Und wie sieht das in der Praxis aus?

Hohe Aufmerksamkeit für Mediation an der IHK Chemnitz.

Die IHK Chemnitz wird dieses Thema intensiv über den gesamten April 2015 mit ihren Mitgliedern diskutieren und hat dazu gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Mediation eine einprägsame Ausstellung organisiert. Die Ausstellung „Mediation – ein guter Weg zur Einigung“ wird durch den Präsidenten der IHK, Herrn Franz Voigt und dem Vorstand der Stiftung, Herrn Hartwig Taege, am 31. März 2015, dem „Tag der Mediation“, eröffnet. Anhand zahlreicher Informationstafeln zeigt die Ausstellung, wie Konflikte statt vor Gericht selbstbestimmt und interessengerecht geklärt werden können, wie Streitkultur überhaupt gewandelt werden kann, um Ressourcen wieder für das unternehmerische Kerngeschäft freizuhalten. Auf drei überdimensionalen Aktenordnern – die auch als Blickfang dienen – ist das Thema Mediation informativ und interaktiv aufbereitet. Drei große Stehtische bieten den Rahmen für kleine Kommunikationsrunden.

Hier haben Besucher die Möglichkeit, sich im direkten Gespräch mit erfahrenen Mediatoren über Mediation zu informieren. Die Organisatoren dieses Events Tino Rotter und Ulli Engelmann haben unserem Mediationsverein exklusiv angeboten, diese Ausstellung für eigene Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen. So können während der vierwöchigen Ausstellung zahlreiche Mediatoren der „Arbeitsgemeinschaft Mediation Sachsen e.V.“ dort als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und sich so persönlich mit dem eigenen Mediatorenprofil präsentieren. Auch der Verein selbst wird diese Gelegenheit nutzen, sich im Mittelstand der Region bekannter zu machen.

Der „Tag der Mediation“ mit Ausstellungseröffnung

Am 31. März, dem „Tag der Mediation“ kommen nach der Ausstellungseröffnung über einhundert Entscheidungsträger des regionalen Unternehmertums mit anderen Experten ins Gespräch, um Grundsätzliches zu alternativen Streitbeilegungsmethoden und deren vielfältigen Einsatzgebieten zu diskutieren. Dabei steht nicht so sehr die wissenschaftliche Auseinandersetzung sondern die praktische Anwendung und der Nutzen von Mediationsverfahren in der Wirtschaft im Vordergrund.

Die folgende Podiumsdiskussion erörtert das Potential, die Erfahrungen aber auch den Aufklärungsbedarf, den Mediationsverfahren im heutigen Wirtschaftsalltag haben. Mediationspraktiker und Entscheider aus der regionalen Wirtschaft kommen miteinander dazu in einen Erfahrungs- und Gedankenaustausch.

Die anschließenden Impulsvorträge der Referenten der Praxisworkshops führen in die branchen- und themenspezifischen Felder einer respektvollen und fairen Streitkultur ein. Ein umfassendes Bücherangebot des MediatorenShops ergänzt die Vielfalt des „Tages der Mediation“ und hält für Interessierte die entsprechende Fachliteratur zum Nachlesen bereit.

In den folgenden vier Wochen des Aprils zeigen zahlreiche fachspezifische Praxisworkshops, wie die unterschiedlichsten Konflikte im unternehmerische Alltag stressfreier, nutzbringender und vor allem interessengerecht gelöst werden können. Kosten, Zeit und Nerven, die der Unternehmer spart und sich so wieder besser auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann. Und das um so besser, weil er seine Konflikte fair und interessengerecht selbst zu lösen weiß.

Dazu werden erfahrene Mediatoren im „Monat der Mediation“ mit dem Unternehmertum im Regierungsbezirk Chemnitz ins Gespräch kommen, wie Mediation nützen kann. Welches Potential wächst in einem, wenn einen Kaufmann nicht ständig Argumente beschäftigen, wie man den Richter im laufenden Gerichtsverfahren von der Richtigkeit seines Verhaltens überzeugen könnte, sondern er Alternativen der außergerichtlichen Klärung dazu nutzt. Neue Wege einer selbstbestimmten Konfliktklärung abseits von Entscheidungen eines Richters werden gemeinsam erörtert und Erfahrungen von Unternehmern, die alternativ zum Gericht dauerhaft befriedende Lösungen gefunden haben, den Interessierten vorgestellt.

Diese Veranstaltungen sind den Unternehmern vorbehalten. Sie sind keine Weiterbildungsveranstaltung für Mediatoren. Aber auch die ARGE gestaltet einen Praxisworkshop und wirbt so für eine Präsenz der Mediatoren vor Ort. Frau Dostmann und Herr Ley widmen sich dem Thema innerbetrieblicher Konflikte, die mediativ zu klären sind.

Weitere und detaillierte Angaben zum „Monat der Mediation“ im April 2015 und den damit verbundenen vielfältigen Veranstaltungen der IHK Chemnitz entnehmen Sie bitte den Veranstaltungshinweisen auf deren Webseiten.

Ulli Engelmann
Spezialist für Bankkonflikte, Wirtschaftsmediator
Präsentation der ARGE Mediation Sachsen zum 6. Deutschen Mediationstag 2014 in Jena (28.02.-01.03.2014)

Rundum erneuert mit Webseite, Flyern, Informationsblättern und einem Messestand konnte sich die ARGE Mediation Sachsen zum 6. Deutschen Mediationstag präsentieren. Neben interessanten Gesprächen und horizonterweiternden Vorträgen wurden neue Kontakte zu anderen Mediatoren geknüpft und die Präsenz des Vereins in Deutschland gestärkt.



Lesen Sie hier das Interview mit Ulli Engelmann zum 6. Deutschen Mediationstag.
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Kooperative Konfliktlösung - Mediation

Mediation ist ein freiwilliges Verfahren zur Bewältigung von Konflikten. Durch die Vermittlung eines neutralen Dritten (Mediator) werden zwei oder mehrere Konfliktpartner dabei begleitet, gemeinsam Lösungsoptionen zu entwickeln und auf dieser Grundlage eine Entscheidung zu treffen.
Die Mediatorin / der Mediator ermöglicht es, den oft schon abgebrochenen Kontakt bzw. das abgebrochene Gespräch zwischen den Streitenden wieder aufzunehmen und gegenseitiges Verständnis neu zu entwickeln. Zur Unterstützung der Beteiligten nutzt der
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Konfliktmanagement

Konflikte sind grundsätzlich besser als ihr Ruf, sie sind nicht per se negativ, sondern sind für das Überleben der Menschheit maßgeblich. Sie sind zunächst positiv und können, richtig gemanagt, eine Chance zu persönlichem Wachstum und Weiterentwicklung sein. Sie können uns neue Erkenntnisse über uns selbst und andere vermitteln. Ohne Konflikte gibt es keinen Fortschritt.
Konflikte können in ihren ersten Phasen durch die Konfliktparteien selbst und ohne fremde Hilfe gelöst werden. Es gibt hier durchaus noch die Möglichkeit, den Konflikt mit einer win-win-Situation beizulegen, also mit einer für beide Seiten zufriedenstellenden Lösung.
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Interview mit dem Wirtschaftsmediator Gerd Ley (Dresden) anlässlich
des Seminars „Der blinde Fleck – Selbsterfahrung für Mediatoren“
am 10.05.2014


K. Dostmann*: Herr Ley, Ihr Seminar heißt „Der blinde Fleck – Selbsterfahrung für Mediatoren“, worum geht es da?

G. Ley: Jeder Mensch hat Konfliktreste aus seiner Vergangenheit, seiner persönlichen Lerngeschichte, seiner Sozialisation. Dies zeigt sich, oft zu Unzeiten, durch Verhaltensweisen, die wir selbst und andere schon gar nicht verstehen. Es ist fatal, wenn ein Mediator während einer Mediation ein Déjà-vu hat und plötzlich die Contenance verliert, nur weil ein Schlüsselreiz ein Erlebnis aus der untersten Schublade des Unterbewusstseins aktiviert hat. Das wirkt dann nicht wirklich professionell auf die Medianten.


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Wirtschaftsmediation ist ein Verfahren zur nachhaltigen Lösung oder Vermeidung von Konflikten in der Wirtschafts- und Arbeitswelt.

Anwendungsfelder der Wirtschaftsmediation sind vielfach Konflikte am Arbeitsplatz, das sind i.d.R. Konflikte zwischen einzelnen Arbeitnehmern, zwischen Arbeitnehmern und Vorgesetzten, zwischen Geschäftsführung und Gesellschaftern oder Geschäftsführung und Betriebsrat etc. Ebenso gehört hierzu die Begleitung von Veränderungsprozessen im Unternehmen, aber auch mangelhafte Kommunikation und Zusammenarbeit in Teams, in einzelnen Abteilungen, in der Geschäftsführung und in Vorständen.



Veranstaltungen
Monat der Mediation an der IHK Chemnitz

06./07.03.2015 - Deutscher Mediationstag 2015 in Jena - Kommunikation im Konflikt

31.03.2015 - Tag der Mediation mit Aus­stel­lungs­eröff­nung Wan­der­aus­stel­lung Mediation

08.04.2015 - Praxisworkshop Bau- und Immo­bi­lien­ma­nage­ment

15.04.2015 - Praxisworkshop Konflikte in der IT-Branche

22.04.2015 - Praxisworkshop Kreditwirtschaft, Referent: Ulli Engelmann, ARGE Mediation Sachen e.V.

29.04.2015 - Konfliktklärung in Unternehmen, Referenten: Kathleen Dostmann und Gerd Ley, ARGE Mediation Sachsen e.V.

Unsere Empfehlung: DIU-Ausbildungslehrgang im September

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