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11.09.2010 "Konfliktmanagement-Kongress"

Kooperative Konfliktlösung - Mediation? Drucken

Entgegen dem ersten Anschein hat Mediation nichts mit dem lateinischen Wort "Medi-t-ation" (Besinnung/Nachdenken) zu tun.

Mediation ist ein freiwilliges Verfahren zur Bewältigung von Konflikten. Durch die Vermittlung eines neutralen Dritten (Mediator) werden zwei oder mehrere Konfliktpartner dabei begleitet, gemeinsam Lösungsoptionen zu entwickeln und auf dieser Grundlage eine Entscheidung zu treffen.


Die Mediatorin/der Mediator ermöglicht es, den oft schon abgebrochenen Kontakt bzw. das abgebrochene Gespräch zwischen den Streitenden wieder aufzunehmen und gegenseitiges Verständnis neu zu entwickeln. Mit Hilfe des Mediators soll eine vormals belastete Beziehung auf eine neue, gefestigte Grundlage gestellt werden. Die an einem Konflikt Beteiligten haben mit der Konflikt-Thematik viel mehr Zeit verbracht als jeder andere. Sie wissen daher in aller Regel viel besser als jeder Dritte, wie eine Lösung aussehen könnte.

Zur Unterstützung der Beteiligten nutzt der Mediator ein Verfahren und Techniken, die es ihm erlauben, das Streitgespräch zu versachlichen und auf die gemeinsamen Interessen der Parteien zu lenken.

Die in der Mediation gefundenen, zukunftsorientierten Lösungen sollen den wirklichen Bedürfnissen der Kontrahenten gerecht werden und können - falls erforderlich - vertraglich abgesichert werden. Auf diese Weise abgeschlossene Vereinbarungen erlauben es beiden Partnern zu „gewinnen", zu kooperieren und sich auch weiterhin zu respektieren.

Die Parteien entscheiden eigenverantwortlich, was in einem gemeinsamen Gespräch behandelt wird und worüber verhandelt wird. Sie bestimmen den Verhandlungsinhalt, der Mediator den Verhandlungsablauf. Während die Streitenden bei den üblichen Verfahren Urteil, Vergleich oder Schlichtung die Entscheidung auf eine übergeordnete Stelle delegieren (zum Beispiel den Richter oder Schlichter), bleiben die Parteien in der Mediation "Herren des Verfahrens".

Bei einer Mediation sind alle Aspekte eines Konfliktes von Bedeutung; die Parteien müssen sich also nicht auf lediglich juristisch relevante Aspekte beschränken. Es können und sollen auch wirtschaftliche, persönliche und emotionale Aspekte in die Diskussion eingeführt werden.

Gern stehen wir für weitere Fragen zur Verfügung.

 

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